Geben ohne Nehmen. Warum ich meine Arbeit verschenke

Seit über zwei Jahren will ich Menschen helfen, das Lieben zu lernen. Dabei kommt es vor allem darauf an, was ich selbst spüre und ausstrahle – und jedes einzelne Mal habe ich mich schlecht gefühlt, wenn ich dafür Geld nehmen wollte. Man sagte mir, ich müsse das eben erst lernen. Doch als mein letzter Workshop fast zu Ende war, spürte ich mein Herz enger werden, obwohl ich bloß um Spenden bat. Da dachte ich an den Satz, dass man Liebe nicht kaufen kann.

Das Wichtigste, was ich als Liebender gelernt habe, ist: Liebe ist immer bedingungslos. Wenn ich lieben will, muss ich geben wollen, ohne dafür auch nur das kleinste bisschen zu fordern. Das heißt: Ich darf weder verlangen, dass jemand schön sei oder mich anlächelt, noch, dass ich irgendwas zurückbekomme. Eine Mutter, die sich von ihrem Kind bezahlen ließe, wäre eine absurde Vorstellung. Das Kind in mir weiß das genau: Liebe, die etwas haben will, ist keine Liebe.

Das Wichtigste, was ich als Lehrer gelernt habe, ist: Menschen lernen nicht, was ich sage, sondern was ich tue. Wenn ich also liebevoll und gütig bin, ist es genau das, was ich weitergebe. Wenn ich kalt und hart bin, genauso. Denn Worte sind Schall und Rauch: Binnen Sekunden habe ich vergessen, was jemand gesagt hat, ob nun in einem Vortrag oder einem Gespräch. Aber was jemand gemacht hat, und wie sich das angefühlt hat, erinnere ich mein ganzes Leben.

In Mathe war ich keine Leuchte, aber eins und eins kann sogar ich zusammenzählen. Als Lehrer für Liebe zeige ich anderen, wie Liebe gelingt. Das gelingt nur, wenn ich bedingungslos verschenke, was ich weiß und kann. Ich habe versucht, mich vom Gegenteil zu überzeugen, aber meine Gefühle wissen genau, was Sache ist. Sobald ich Geld will, führe ich eine Bedingung ein – und meine Liebe fällt in sich zusammen. Logik und Gefühle kommen zum selben Ergebnis.

Ja, ich will Menschen da abholen, wo sie stehen – aber dem Glauben „Was nichts kost, das ist nichts wert“ werde ich gewiss kein Fundament bauen. Zu viele vermeintlich spirituelle Lehrer propagieren diesen Unfug! Liebe kann nichts kosten; ist sie darum etwa wertlos? Wenn ich für meine Liebe etwas haben will, lehre ich Menschen dieselbe Lüge: „Ich muss geben, um zu bekommen.“ Lieber zeige ich, wie es wirklich geht, anstatt von Anfang an alles falsch zu machen.

Damit das gelingt, lebe ich von Hartz IV („bedingtes Grundeinkommen“). Für mich heißt das: Die Gesellschaft gibt mir, damit ich das Schönste in mir hervorbringen kann. Das will ich, und zwar ohne diese Liebe dabei zu verraten. Ich möchte zeigen, dass eine lebenswerte Welt möglich ist – und zwar, indem ich gebe, ohne dafür zu verlangen. „Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?“, habe ich in meinem Workshop gefragt. Dieses Leben ist meine eigene Antwort.

Ein bezahlter Lehrer der Liebe ist ein Widerspruch in sich selbst. Das steht auf der Startseite von Move Meta, und das gilt auch für mich. Will ich mehr Liebe in die Welt bringen, muss ich selbst lieben wollen: Mein Gegenüber bedingungslos anzunehmen, ohne etwas dafür zu erwarten. Wahre Liebe ist bedingungslos – sonst ist es keine Liebe. Und genau diese will ich Menschen schenken, damit sie und ich im tiefsten Inneren wachsen können.

20 Gedanken zu „Geben ohne Nehmen. Warum ich meine Arbeit verschenke

  1. Aline

    Hi Manuel,

    in dem Text versuchst du doch hauptsächlich zu argumentieren, warum du kein Geld dafür verlangst. Warum wehrst du dich so vehement gegen eine WERTschätzung deiner Arbeit? Ob die WERTschätzung in Form von Geld gegeben wird oder sonstigen Dingen. Hab mit diesem Gedanken gerade in der Suchmaschiene nachgeschaut und auch Beispiele aus der Bibel gefunden, was Jesus als Lohn entgegengenommen hat für seine Heilungen?

    Und auch in anderen Foren gab es Antworten dazu. Ich habe deine Leistung als „Liebe schenkender“ jetzt mal ähnlich gesehen wie mit Heilen. Es ist halt etwas, wozu man kein Geld fordern kann, ich verstehe ja was du meinst, aber hier mal Beispiele, dass man trotzdem dazu entlohnt werden darf.

    LG Aline

    http://www.gutefrage.net/frage/glaubt-ihr-an-heiler:
    Meine Mutter ist gerade dabei von div. Engeln udn Kräften zum Heiler ausgebildet zu werden.
    Dabei ist nicht wichtig, dass geld bezahlt wird, aber es MUSS ein Austausch stattfinden, man muss etwas geben, um etwas zu empfangen, das ist ein geistiges Gesetz.

    Und nach wie vor gilt: „Wer heilt, hat Recht.“ Und meines Erachtens nach soll er dann dafür auch ruhig (angemessen) entlohnt werden. Wie viele Menschen streichen Gelder ein, ohne jegliche erkennbare Leistung erbracht zu haben…!?

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    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Liebe Aline,

      danke für die Frage! An keiner Stelle schreibe ich, dass ich mich gegen eine Wertschätzung wehre. Im Gegenteil: Ich bekomme und nehme diese Wertschätzung voller Dankbarkeit an – in Form des Hartz IV-Grundeinkommens. Ich möchte zeigen, dass es genau dieses Grundeinkommen war und ist, weshalb ich anderen überhaupt etwas zu geben habe – immerhin lebe und arbeite ich bald drei Jahre auf dieser Grundlage. Es ist kinderleicht, im besten Sinne des Wortes: Erst bekomme ich, dann lerne ich zu geben.

      Die Energie, wie es in der spirituellen (und v. a. der esoterischen…) Szene immer so schön heißt, ist also ausgeglichen. Wer möchte, kann auch mir etwas schenken, dagegen argumentiere ich nicht. Mein Leben aber finanziert die Gemeinschaft, und der Gemeinschaft widme ich dafür meine Arbeit. Das ist der Energieausgleich: Bedingungslos für bedingungslos. Nicht: Leistung für Gegenleistung. Denn wo immer wir Leistung über Liebe stellen, wird Liebe am Ende verlieren. So sind Menschen überhaupt erst zu diesen Roboter-Zombies geworden, wie man sie überall sieht, vor und hinter den Kassen.

      Für Geld wollte meine Arbeit übrigens sowieso keiner haben, und das war gut so. Ich habe es probiert, und Menschen haben es nicht angenommen. Denn Liebe kann man nicht kaufen, und wir alle wissen das intuitiv! Stell dir nur vor, ich würde alten Damen über die Straße helfen, um dann hinterher zu sagen: „So, Oma, und jetzt hätte ich gerne fünf Euro von dir…“, oder ihnen meinen Hut entgegenzustrecken. So tief möchte ich niemals sinken! Ich würde Liebe sprichwörtlich verraten und verkaufen.

      Alles Liebe
      Manuel

  2. seinswandel

    Lieber Manuel,
    danke, dass Du Deine Gedanken dazu teilst. Mir gefällt die Einstellung, Hartz IV als eine Art Grundeinkommen zu würdigen, obwohl es nicht bedingungslos ist und es bei der ganzen Demütigung nicht unbedingt leicht ist, dankbar zu sein.
    Das mit dem Geld ist ein kniffliges Thema finde ich. Ich bin beeindruckt, dass Du auch dabei auf Dein Gefühl hörst. Ich kann mir vorstellen, dass auf mittlere bis längere Sicht aus Deinem Dienst für die Gemeinschaft auch eine Einkommensquelle erwächst. Möglicherweise ist das dann nicht direkt die Tätigkeit für Move Meta, aber etwas das mit den grundlegenden Prinzipien zu tun hat.
    In den 12-Schritte-Gruppen gibt es die Tradition, dass sich jede Gruppe durch EIGENE Spenden selbst erhält. Alle Dienste sind ehrenamtlich. Mitunter werden Angestellte einer zentralen Geschäftsstelle beschäftigt, die sich beispielsweise um den Literaturversand kümmern.

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    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Lieber Steven,
      ich glaube, das will ich gar nicht mehr. Gerade den Schwächsten würde es in keiner Weise helfen, wenn ich plötzlich sage: Machts gut, ich habs jetzt geschafft, seht selbst zu wo ihr bleibt. Das hieße, mich aus der Verantwortung zu stehlen! Der Punkt ist ja gerade, dass ich es auch nicht geschafft hätte, ohne Hartz IV – und wenn ich mir aus der Sache ein Einkommen ziehe, welches Vorbild wäre ich dann noch für die Sache? Außerdem, wie gesagt, will ich mir noch nicht einmal darüber Gedanken machen, ob die Spenden weiterhin kommen. Was, wenn ich morgen entscheide, dass ich Maler werden will? Ich wäre nicht mehr bedingungslos frei, mir ein neues Leben auszusuchen, wenn ich auf Spenden aus dem alten angewiesen wäre… nein, so kommen wir auf keinen grünen Zweig.
      Alles Liebe
      Manuel

  3. Dr.G.Fälscht

    Lieber Manuel,
    ich finde deine Arbeit mit move meta echt Klasse.

    Das Thema Geld ist nach meiner Erfahrung niemals ein Widerspruch
    zu Irgendetwas.
    Geld ist neutral und weiss nix von deinen Gedanken.
    Mit Geld bezahlen Menschen
    Prostituierte oder Mörder,es wird aber auch Geld für Kinderheime gespendet oder liebe Menschen
    in sozialen Berufen erhalten Geld als Entlohnung.
    Unsere Wertegemeinschaft entscheidet was im Zeitgeist seinen Wert haben soll und am Ende
    entscheidet jeder für sich und seinen Wert.
    Das muss sich nicht mit unserer Meinung decken,was die Gesellschaft da gerade entscheidet.
    Seinen eigenen Wert zu entdecken ist spannend.
    Bitte bedenke, das dieses kompfortable Denken mit Hartz 4 nur in Deutschland so möglich ist.
    Eine Selbstversorgung anzustreben ist auch ein wichtiger Teil echter Freiheit.

    Ich dank Dir für deine Aufmerksamkeit !

    DGF

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Lieber DGF (zumindest ein Vorname hätte mich gefreut – nun gut),

      danke für das Kompliment! Selbstversorgung im Wortsinne halte ich allerdings für eine reine Illusion. Niemand auf der Welt kann sich komplett alleine versorgen. So denken wir spätestens seit Adam Smith nicht mehr. Und bevor mir jemand Bilder von seinem Acker, seinen Kartoffeln und seinem selbstgebauten MRT schickt, bezweifle ich, dass irgendjemand auf der Welt so unabhängig ist, wie es dieses Wort impliziert.

      Interpretiere ich dein Wort „Selbstversorgung“ etwas weiter, erkenne ich darin das Argument: persönliche Selbständigkeit und Reife=materielle Unabhängigkeit. Es ist ein beliebtes, und es zeugt von einem verbreiteten Missverständnis: Dass es Zeichen einer reifen Persönlichkeit sei, Geld zu verdienen. Ich behaupte: Jedes Kind kann Geld verdienen, aber nicht viele Erwachsene kennen ihre Stärken und Talente, und setzen sie zum Wohle der Welt ein. Darauf kommt es doch aber an!

      Wir können als Menschen einander beistehen, indem jeder das Beste in sich hervorbringt. Das ist für mich „echte Freiheit“ – nicht: Jeder schafft genug Geld ran. Und diese Freiheit setzt eben gerade materielle Unabhängigkeit voraus – wie ein BGE. Ich hatte einmal eine gute Freundin, die jeden Monat ihr Geld „selbst verdient“ hat: Mit teilweise grotesken Jobs, die diese Welt um kein bisschen besser gemacht haben, zu haarsträubendem Lohn. Aber solange sie ihr Geld hatte, war sie okay! Das ist einfach nur pervers, reine Sklaverei. Sie hat ihr Leben nicht genutzt, um das Beste in sich hervorzubringen, sondern wurde darauf trainiert, es für Geld hinzugeben. Total irre.

      Mir fällt noch eine weitere Interpretation deines letzten Arguments ein: Dass wir kein Grundeinkommen haben sollten, weil es irgendwer irgendwo anders ja auch nicht hat. Das ist dasselbe, als würde ich vorschlagen, wir schafften die Würde des Menschen ab, weil sie in Nordkorea ja auch nicht gilt. Warum sollten wir das tun?! Wir können uns glücklich schätzen, Zivilisation weiter denken und leben zu können, als irgendeine Nation auf der Erde. Das ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht, wenn du mich fragst. Wir haben die Pflicht, der Welt zu zeigen, wie gut es uns geht, wenn wir einander von der Materie unabhängig machen. So erweitern wir das Denken derer, denen diese Erfahrung schlicht verwehrt ist, und tragen durch unser Vorbild Liebe in die Welt.

      Herzliche Grüße
      Manuel

  4. raina

    Lieber Manuel, liebe andere hier!

    Danke dass Du den Weg auf Basis der freien Wertschätzung gehst – und ich hoffe, Du wirst davon nicht abgebracht. Wir alle kennen ja die Standard-Argumente „Wo kämen wir hin, wenn alle …. !“ und „Das war ja noch nie so!“ „Das war schon immer so.!“

    Doch immer wieder mal hört man auch von denen, die das (und sei’s im stillen Kämmerlein) „… und sie dreht sich doch!“ leben! Denen zuvorderst fühl ich mich verbunden, denen eifere ich nach oder bin ab und an auch vor denen – im „HaseN & Igel“-Spiel.

    Ich wage die Prophezeihung, dass es Selbstverständlichkeit sein wird, sich darzubieten – einzig des Sein-Dürfens / -Könnens wegen. Und dann wird ‚Fülle‘ als empfundene Gewissheit, statt des noch üblichen Mangels allen zuteil – ‚zu Teil sein‘ – die sich aus ihrem Selbst und ihrer Liebe zur Schöpfung heraus einbringen.

    Sollten wir allerdings scheitern, dann wird auch das allerletzte bisher noch freie Lebenselexier dem Geldkreislauf unterworfen werden – die freie Verfügbarkeit von Atemluft; freies Trinkwasser ist fast überall schon enteignet –

    Alles Liebe – nicht von, aber aus meinem Herzen ♥
    raina

    Antworten
  5. raina

    @Aline !

    Bitte frage Deine Mutter doch einmal, wo sie diese krebsartig sich verbeitende und absurde Idee hernimmt – weder bei noch gar von Engeln lässt sich solches Verhalten erlernen! Keine Ahnung welchen Wesenheiten die aufsitzen, die diesen so gräßlich mißverstandenen Energieaustausch auf der MATERIELLEN Ebene lokalisieren. Es geht keineswegs um materiellen ‚Energieausgleich‘, sondern um ‚energetischen‘ – das Lächeln eines depressiven Gesichts, der Besuch eines Marienkäfers auf dem Handrücken, der nicht erfolgte Autounfall, weil ein Engelswesen – als es um Hilfe gebeten wurde – eingegriffen hat.

    Dafür mit einer Spende seine Dankbarkeit zu erweisen ist möglich, aber die kleinste Form der Dankbarkeit. Aus der eigenen Liebe heraus zu geben (und ich meine NICHT Geld / Materie, sondern z.B. Achtsamkeit, Fürsorglichkeit, Herzenswärme, Atemspende) …. selbstlose Hilfe aus dem reichen Selbst heraus …..

    Nun ja, es ist nicht garantiert, dass wir erwachen werden – als ‚gottähnliche‘ Wesen, die wir wären, wenn wir aus und für Liebe lebten .

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Liebe Raina,
      danke für deine Kommentare, du triffst den Nagel auf den Kopf! Diese Fehlinterpretation von „Energieaustausch“, von Geld gegen spirituelle Erkenntnis, ist so verbreitet wie selbstentlarvend. Kein echter spiritueller Lehrer könnte es ertragen, seine Erkenntnis nur gegen Materie abzugeben. Es wäre Verrat an eben jener Erkenntnis: Anderen das geistige Wachstum vorzuenthalten, all die Freude und Liebe, nur um mehr Materie anzuhäufen…

  6. raina

    Nochmals an Aline:

    Ich erlaube mir ein statement – und das aus meinem Beruf heraus – ich bin approbierte Ärztin. Du irrst wirklich sehr, der Grundsatz „Wer heilt hat Recht“ berechtigt Ärzte und andere, auch auf eine Weise handeln zu dürfen, die statistisch gegen das medizinische Schulwissen verstößt. Aber genau dieser Grundsatz berechtigt nicht, dafür Geld zu verlangen. Wir Ärzte heilen aber nicht selbst. Heilung geschieht im Körper des Erkrankten durch denjenigen selbst – mit mehr oder weniger Hilfe. Wir unterwerfen uns dem Hippokratischen Eid, und darin ist die Selbstverpflichtung eines Arztes geregelt, von Energieausgleich, Entlohnung, Bezahlung aber ist da nicht die Rede.
    Formal rechtlich aber handelte es sich um „unterlassene Hilfeleistung“, würde wir NUR unter der Bedingung ärztlich aktiv, wenn eine Bezahlung als Ausgleich stattfände. Ein Gebet z.B. , oder ein ‚Vergelts Gott‘ z.B. als eine Form des Dankes, IST vor Gott allemal der Energieausgleich – und um diese Art Ausgleich geht es!
    Bei aller Liebe ….

    Antworten
  7. Artie

    Ich finde es sehr gut, dass du das machst! Vor deinem Blogeintrag habe ich noch nie Hartz IV als ein BGE gesehen.

    Gibt es für dich andere Probleme als das wenige Geld, dass man von Hartz IV bekommt und das Vorurteil von einem Schmarotzer?

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Lieber Artie,
      dankeschön! Ich habe erst vor kurzem erkannt, dass ich damit ja eine echt spannende Geschichte zu erzählen habe. Ich glaube, genau solche Geschichten brauchen wir, um Bewegung in die Sache mit dem BGE zu bringen. Mir selbst ging es genauso: Ich musste erst hören, dass „andere es auch so machen“. Ab dem Moment war für mich klar: Was die können, kann ich schon lange.

      Was nervt, ist die Aufhebung der Freizügigkeit im Sinne des Grundgesetzes – Hartz IV wird im offenen Vollzug vollstreckt, der sog. Residenzpflicht. Und natürlich die Aufhebung von Paragraph 1 GG, die Würde des Menschen ist unantastbar und er ist keine Maschine zum Zwecke der Steigerung des Bruttosozialprodukts. Über Gerd Schröder wird die Geschichtsschreibung einmal sehr harte Worte zu verlieren haben. Ansonsten, Sanktionen sind bei mir soweit nicht in Sicht, aber der Knüppel kann natürlich jederzeit aus dem Sack kommen, wenn der Kandidat – äh, Kunde (sic!) nicht spurt. Das wird dann allerdings auch alles hier kommentiert, mein Wort drauf.

      Zum Thema Geld kann ich dir sagen: Ich bin dann doch froh, arm zu sein. Ich kenne Leute, die besitzen zu wenig, um sich ein schönes Leben zu machen – und zu viel, um davon loszulassen. Die sind lieber unglücklich im Job, als arm in Hartz IV. Und ich habe den Verdacht, dass ich an ihrer Stelle vielleicht genauso wäre. Es ist teuflisch mit der Gier! Sie treibt uns zu Dingen, die wir (uns selbst) aus Liebe niemals (an)tun würden. Auch darum will ich mit Geld möglichst wenig zu tun haben. Je mehr ich habe, desto mehr will ich; und je mehr ich dann dran denke, umso schlechter geht es mir. Das habe ich ganz klar beobachten und fühlen können, und ich nehme meine Gefühle ja sehr ernst.

      Insoweit sehe ich in der Knappheit sogar Vorteile: Sie macht bescheiden und regt mich an, meine geistigen Schranken zu überwinden. Wenn ich reise, trampe ich zum Beispiel neuerdings fast immer. Das kostet gar nichts, ist hoch flexibel und ich lerne interessante Leute kennen. Auch hinterfrage ich sehr oft, was und wie ich konsumiere, und schätze die kleinen Dinge mehr. Letzten Sommer habe ich mich eine halbe Stunde vor einen Rosenstrauch gesetzt, und war glücklicher als jemals bei irgendwelchen kommerziellen Spaßveranstaltungen.

  8. Lukas

    Hallo,
    ich bin auf diese Einträge gestoßen, weil ich nach einem Streit mit meiner Lebenspartnerin (dummes Wort) in einem Dunklen Zimmer sitze und mir mit meiner Einstellung alleine vorkomme. Ich hab vor 2 jahren eine sehr kostspielige, zeitintensive, bereichernde aber auch auslaugende, beziehungszerstörende Ausbildung begonnen in welcher ich mich sehr entfalten konnte. (Design/Kunst) Ich hatte eben ein Gespräch in welchem es darum ging, dass guter Freund (ihr onkel) von mir für eine Arbeit, welche ich für meinen Abschluss benötige, viel Geld verlangt, mehr als ich habe ohne mein mietgeld zu verlieren. Ein guter Freund dem ich schon geholfen habe, ohne Geld dafür zu verlangen bzw. von dem ich Geld ablehnte, weil er mein freund war. Er meinte er möchte die arbeit eigentlich nicht machen, da sie ihm gesundheitliche probleme bereite, wer würde sie aber machen weil er mit bezahlung ja auch etwas davon hätte. ich konnte ihn verstehen, obwohl ich mir rückblickend gewünscht hätte er hätte gesagt: mir geht es nicht gut, ich kann die arbeit nicht machen, obwohl ich dir helfen möchte. Er meinte aber, dass er die zahlung auch als kaution ansehen würde, welche er mir bei einem hilfsdienst meinerseits wieder geben würde. ich verstand seine lage und meinte, dass ich ihm gerne sein geld geben würde und seine einstellung zum thema Wert respektieren würde, dass ich ihm aber auch ohne die kaution oder irgeneine zahlung helfen würde, weil es mir nicht darum geht… Er hat das nicht verstanden, da er es zu seinem eigenen leidwesen gewohnt ist für sein haus, seine frau, seine kaffemaschine, seine zwei kinder zu arbeiten. mehr noch: mir kahm vor, dass er meine einstellung nicht akzeptieren konnte, da er selber ja so abhängig vom geld ist.

    Ich hab meiner partnerin das erzählt, und ihr gesagt, dass es die beste entscheidung war diese ausbildung zu machen, da ich enorm daran gewachsen bin. primär im ethischen und persönlichen bereich, ich die ausbildung aber nicht gemacht habe um mehr zu verdienen (wir haben einen sohn und das zweite ist unterwegs, wir leben mit dem was wir haben extrem gut und uns fehlt es an nichts obwohl laut gesetz unter der armutsgrenze) sondern um ein besseres leben zu haben. erfüllendere arbeit, selbstbestimmung, freiheit. Sie war außer sich, da aus ihrer sicht die ganzen zwei jahre um sonst waren, wenn ich nun nichts „daraus machen“ würde. Ich hab sie gefragt ob das mit geld zu tun hätte, da ich ja nun viel glücklicher werden würde und sie ließ durchkommen, dass es ihr schon um das geld auch ginge.

    Ich hab auch eine zeit hinter mir als ich fast nichts mehr hatte, ich hatte einen weiten blick (weites herz) für die welt. den hab ich in der ausbildung teilweise wieder verloren aber natürlich nicht ganz und ich will dieses leben zurück.

    Schön, dass du das machst! weiter so!
    LG

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Lieber Lukas,

      danke für deine Geschichte! Ich wünsche dir, dass du stark bleibst und weißt: Du bist nicht alleine. Es gibt viele, die den Geldfetisch aktiv ablehnen, und sich von dieser inneren Sklaverei frei machen. Hast du schonmal von Raphael Fellmer gehört? Er lebt in Berlin, und zwar ganz ohne Geld. Und auch er ist nicht der einzige, das Netzwerk living utopia organisiert einen ganzen Kongress ganz ohne Geld.

      Für alle, die noch ihre Berufung suchen: Es gibt genug zu tun, ohne dass wir dafür Geld oder Materie in die Hand nehmen müssen. Die größte Herausforderung der Menschheit ist spirituelles Wachstum, also mit den eigenen Gefühlen gut umzugehen. Wer Menschen da hilft, braucht sehr wenig Materie… ich weiß es aus eigener Erfahrung!

      Alles Liebe
      Manuel

  9. Cornelius Butz

    Lieber Manuel,
    als ich vor 10 Jahren erkannte, wie das Geldsystem wirklich funktioniert, konnte ich praktisch von heute auf morgen meinen Beruf als Finanzplaner nicht mehr ausüben. Das führte dazu, dass ich nach kurzer Zeit mit rund 400.000 Euro Schulden nach Auflösung allen Vermögens vor dem Bankrott stand. Mir das einzugestehen, war ein schwieriger und schmerzhafter Prozess. Aber die Unmöglichkeit auf Kosten anderer meine Haut zu retten, half mir, meine Situation schnell anzuerkennen. Glücklicherweise hatte ich nur bei Banken und dem Finanzamt Schulden. Ich traf die Entscheidung, den Instituten Vergleiche anzubieten und war bereit, den Schaden so gering wie möglich zu halten und war jedoch nicht bereit meine Gesundheit zu ruinieren und meine Würde zu verletzen. In dem Prozess, Lösungen zu finden, ergab es sich, dass ich in innerer Zwiesprache erkannte, dass ich sowieso nie etwas besaß, noch nicht einmal mein Leben. Dass ich lediglich Verwalter bin von allem, was mir zukommt. Ich ermittelte, was ich für mich und meine Familie mindestens zum Leben benötige und meine Kinder an der Waldorfschule zu belassen und um meine Altlasten zu bedienen. Das waren damals 3000 Euro. Ich erkannte, dass es nicht meine Aufgabe ist, für dieses Minimum zu sorgen und forderte vom Leben (du kannst auch Gott oder Universum sagen) diesen Betrag quasi als bedingungsloses Grundeinkommen. Jawohl, es ist eine Forderung! Gleichzeitig war da in mir die absolute Bereitschaft, alles zu tun, was diesem versorgten Organismus möglich ist, die Aufgabe zu erfüllen, für die ich auf die Erde gekommen bin. Und mit den mir anvertrauten Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und sie für die Zwecke einzusetzen, die mir gezeigt würden.
    Es geschahen Wunder um Wunder. Ich traf eine wunderbare Frau, die mich liebte, wie ich war, bei der ich kostenlos leben durfte. Ich gründete ein neues Geschäft und konnte die Vergleiche bedienen und nach drei Jahren waren alle Schulden weg. Ich begann Vorträge über das Wirtschaftssystem zu halten, mich mit freier Energie zu befassen. Ich konnte Geld in Projekte investieren, ohne auf Bezahlung zu achten. Ich traf Menschen, die mich förderten. Ab und zu Rückschläge durch Gerichtsprozesse mit ehemaligen Kunden, die hohe Schadensersatzforderungen forderten, weil manche Anlagen aus meiner Finanzplanerzeit gefloppt waren. Wieder Schulden, aber ich war ruhig und habe einfach gewartet, was passiert und war gespannt, ob ich nun doch Konkurs gehe. Wieder wurde für mich gesorgt. Immer wieder in letzter Minute Aufträge, die mich gerettet haben. Mittlerweile bin ich neben meinem Geschäft Trainer für Menschen und Organisationen, denen die Erde am Herzen liegt. Da ich das Geld, da, wo ich es verlange, nicht für mich nehme, sondern dafür einnehme, es für coole Projekte einzusetzen, bei denen ich den Impuls spüre, habe ich keinerlei Unbehagen damit. Ähnlich, wie der Staat von denen holt, die etwas haben und damit unter anderem Hartz4 finanziert, für Leute ohne Einkommen, fließen mir Gelder von zahlungsfähigen Menschen zu, mit denen ich wieder Menschen und Projekte sponsere, die es brauchen. Auch aus der Tätigkeit als Trainer. Ich erlebe mich nicht mehr als denjenigen, der für seinen Lebensunterhalt arbeitet. Im Gegenteil, ich weigere mich, das zu tun. Jede Pflanze und jedes Tier findet reichlich Nahrung. Sie arbeiten nicht, sie gehen ihrer Bestimmung nach. Genauso wird für mich gesorgt. Ich sehe, was auf meiner Werkbank liegt und versuche, es so gut wie möglich zu machen. So gut wie möglich heißt, dass ich dem Universum Vorschläge mache, bei denen ich Begeisterung empfinde. Ich glaube, es ist diese Freude, dieses Fiebern, diese Dankbarkeit und Entschlossenheit, die das Leben dazu bringt, mir in so vielen Dingen zuzuarbeiten, „Zufälle“ zu organisieren, Synchronizitäten zu erzeugen. Und manchmal klappen Dinge nicht. Doch das ist nicht mein Bier, da ich nicht hinter die Kulissen schaue. Ich mache meine Arbeit – fertig! Und das gerne für jeden guten Zweck, aber nicht für meinen Lebensunterhalt. Ich bin 54 Jahre alt, habe 24 Euro Rentenansprüche mit 65, ein kleines Polster. Viele hätten große Sorgen damit, doch ich fühle mich steinreich. Was will ich mit einer Rente? Von Papa Staat? Danke, ich bin erwachsen und angestellt beim größten und sichersten denkbaren Arbeitgeber. Ich will arbeiten (da sein und strahlen), bis ich mich zur Verwandlung in eine andere Daseinsform hinlege.
    Ich liebe nachhaltige Projekte, die Geld hereinspülen, was die nächsten nachhaltigen Projekte anschiebt. Und ich freue mich, dass es Menschen gibt, die die Dinge anders handhaben und am anderen Flügel meiner Mannschaft spielen.
    Viel Erfolg!

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Lieber Cornelius,
      danke auch dir für deine Geschichte! Letztlich ist es im Leben ja immer so: Wir geben, und indem es andere tun, ist dadurch auch für uns gesorgt. Meine ferne Vision vom bedingungslosen Grundeinkommen sieht dann auch so aus, dass sich dieses irgendwann von alleine ergibt, ohne über den Staat organisiert zu werden: Weil sich der Reichtum einfach an jeder Ecke stapelt, weil alle von Herzen Gutes erschaffen, und jeder sich nur so viel nimmt, wie er gerade braucht. Schließlich entsteht echte Freude nur durch Schöpfung, oder sehr bewussten Konsum. Zu viel *Nehmen* (Konsum) hingegen behindert nur die eigene Selbstverwirklichung, das freie und ungehinderte *Geben* (Schöpfung) – und kostet mich damit gute Gefühle. Das ist alles, was es als Menschheit spirituell zu verstehen gibt, um unser Leben zu lieben und die Erde zu retten.
      Möge dir deine Energie noch lange erhalten bleiben!
      Alles Liebe,
      Manuel

  10. Brigitte

    Lieber Manuel,
    Deine Geschichte zu lesen hat mich sehr beeindruckt und berührt. Du hast einen Wandel in Deinem Leben vollzogen und hast Dich in den Dienst der Liebe gestellt. Die Liebe ist die Grundlage allen Lebens und die Verbindung nicht nur zwischen den Menschen sondern zwischen allen Lebewesen und allem was ist.
    Es scheint, daß Du Deine Lebensaufgabe gefunden hast.
    Mein Gedanke zum Thema nehmen:
    Du bist der Lehrer, der anderen Menschen das Wichtigste in deren Leben lehrt. Diejenigen, welche Deine Gaben und Lehren annehmen haben sicherlich auch das Bedürfnis, Dir Ihre Form der Liebe zu schenken. Sie verfügen scheinbar noch nicht über solche Gaben, daß sie Dir ihre Liebe auf selbe Art zurück geben können. Kann nicht das Geben und Schenken von Geld auch eine Form des Ausdrucks derer Liebe sein? Würde das Nichtannehmen dieser Liebe nicht eine Art von Zurückweisung sein? Ich bin mir diesbezüglich nicht ganz sicher.
    Verfolge weiterhin Deinen Weg der Liebe. Die Liebe, welche wir verschenken wird sich vermehren.
    Liebe Grüße Brigitte

    Antworten
    1. Manuel Fritsch Beitragsautor

      Liebe Brigitte,

      ich danke dir für deinen Kommentar.

      Wenn Menschen mir für meine Arbeit danken wollen, finde ich einen immateriellen Dank ausreichend. Wenn jemand wirklich nicht mehr kann, als mir Geld zu geben – dann hätte ich demjenigen nach meinem Verständnis noch gar nichts gegeben. Somit gäbe es auch keinen Grund, mir zu danken.

      Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte, warum ich kein Geld für meine Arbeit nehmen mag. Mein „bedingtes Grundeinkommen“ entbindet mich von der Notwendigkeit, einen „Energieausgleich“ für meine Arbeit zu installieren (von sich aus bieten mir nur sehr wenige etwas an.) So können Menschen, sobald ich ihr Herz *wirklich* erreicht habe (vorher macht es ohnehin keinen Sinn!), mein Geschenk an andere weitergeben, anstatt meine Leistung mit einer Gegenleistung aufzurechnen und sich von der Notwendigkeit freizukaufen, tatsächlich etwas *in sich* zu ändern, anstatt nur auf dem Bankkonto. Dabei denke ich auch an den Film „Pay it Forward – Das Glücksprinzip“, wo es eben genau darum geht, etwas *weiter*zugeben, anstatt zurück.

      Ich selbst werde auch niemals an diejenigen zurückzahlen können, die meine Arbeit ermöglicht und mich inspiriert haben (meine Groß-/Eltern, Erich Fromm…). Mir wurde geschenkt, und dies Geschenk gebe ich weiter. Sobald ich eine Gegenleistung annehme, breche ich diese Logik des Geschenks und mache das riesige Fass von „Leistung für Gegenleistung“ auf. Wir können es drehen und wenden, solange wir wollen: Wenn ich etwas nur bekommen soll, weil ich vorher gegeben habe, ist das definitiv kein Geschenk! Und wenn ich es annehme, entwerte ich sogar noch mein eigenes Geschenk. Übrig bliebe ein Tauschhandel, eine Dienstleistung. Von Liebe wäre nichts mehr übrig.

      Dazu kommt: Indem ich mich von Gegen“geschenken“ unabhängig stelle, bleibe ich frei, jederzeit sämtliche Leistungen auch mal einzustellen, wenn ich nicht mehr kann – so wie im Moment gerade, wo ich außer Meditation fast nichts tue. Ich will mich selbst und meine Philosophie (also genau das, was unbedingt stimmen muss, damit ich etwas weitergeben kann) jederzeit auf tiefster Ebene hinterfragen dürfen – und zwar so lange, wie ich dafür brauche. Das könnte ich nicht mehr, wenn ich einen Leistungs-Gegenleistungs-Mechanismus installiert hätte, auf den ich existenziell angewiesen wäre. Mag sein, dass ich nicht genug Vertrauen in meine Mitmenschen habe, dass sie auch meine Findungsphasen (wo ich äußerlich nichts zu leisten scheine) freiwillig finanziell tragen würden. Doch warum sollten sie das tun? Etwas geben wollten sie mir ja überhaupt nur als Reaktion auf meine Leistung. Ich allerdings würde meine Leistung nicht mehr erbringen, und damit entfiele auch ihr Bedürfnis, sich erkenntlich zu zeigen. Spätestens dann würde klar, dass ich durch solch eine Abhängigkeit tatsächlich zur Leistung gezwungen wäre, anstatt in Freiheit schenken zu können.

      Nicht zuletzt war es mir ohnehin nur dank des „bedingten Grundeinkommens“ aka Hartz IV möglich, meine Arbeit anzufangen und mich mit Liebe zu befassen. Dieser Weg soll auch allen anderen offen stehen, wenn es nach mir geht.

      Aus all diesen Gründen will ich mit solchen „Geschenken“ nichts zu tun haben. Deshalb lebe ich bewusst vom bedingten Grundeinkommen, weil es mir eine Gewissensfreiheit gibt, die ich nicht hätte, würde ich von meiner Arbeit leben. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten: Wer eine spirituelle Arbeit tut und davon lebt, kann per definitionem nicht integer sein. Denn er kann es sich nicht mehr leisten, seine eigene Arbeit fundamental zu hinterfragen; das könnte ihn seine gesamte Existenz kosten. Folglich wird er seine spirituelle Entwicklung einstellen müssen – das aber würde ein wahrhaft Spiritueller niemals tun. Und was, wenn seine Lehre überdies einen Fehler enthielte? Er würde ihn nicht sehen können – und damit blind eine falsche Lehre verbreiten. Ein wahrhaft spiritueller Mensch wäre sich all dessen bewusst, und könnte darum kein Geld für seine Arbeit nehmen. Wer es trotzdem tut, kann folglich nicht integer sein.

      Alles Liebe
      Manuel

  11. Brigitte

    Lieber Manuel,
    Danke für das Aufzeigen Deiner Gedanken.
    Aus dieser Deiner Sicht habe ich es noch nicht betrachtet. Ich musste Deine Zeilen auch zweimal lesen um das hinter Deinen Worten Verborgene fühlen zu können.
    Ich habe alle Achtung und Respekt vor Dir und Deiner Entscheidung.

    Ich vergleiche es ein bisschen damit, wenn ich mit verschiedenen Menschen Kontakt habe, diese Menschen mir Ihre Entwicklungen und Probleme erzählen und durch unser Gespräch eine neue Sicht erzeugen, auf die bedingungslose Liebe stoßen und Dankbarkeit für dieses Gespräch empfinden. Ich würde nie auf die Idee kommen, eine Gegenleistung zu nehmen.

    Vielen Dank, dass Du mir Einblicke in Deine Gedankenwelt gewährt hast.
    Ich wünsche Dir viel Liebe in diesem Leben.
    Liebe Grüße Brigitte

    Antworten

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